Skip to content
Parodontologie
Parodontologie

Gesundes Zahnfleisch für ein gesundes Lächeln

Spezialisierte Behandlung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat.

Über diese Behandlung

Die Parodontologie befasst sich mit der Diagnose, Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Zahnfleischs und Zahnhalteapparats, einschließlich Kieferknochen und Haltefasern. Parodontale Erkrankungen betreffen etwa 50% der Erwachsenen und sind die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Wir behandeln frühe, reversible Zahnfleischentzündungen ebenso wie fortgeschrittene Parodontitis. Dafür nutzen wir moderne Diagnostik mit computergestützter Sondierung und digitalen Röntgenaufnahmen. Je nach Befund folgen eine gründliche Reinigung unter dem Zahnfleisch, Wurzelglättung, Zahnfleischtransplantationen oder Knochenaufbau. Die Gesundheit des Zahnhalteapparats hängt mit der allgemeinen Gesundheit zusammen: Eine Behandlung kann das Risiko für Herzerkrankungen senken, die Diabeteskontrolle unterstützen und die Lebensqualität verbessern.

Wir verstehen Ihr Anliegen

Blutendes oder anhaltend gerötetes Zahnfleisch, hartnäckiger Mundgeruch und scheinbar länger werdende Zähne können auf eine Erkrankung des Zahnhalteapparats hinweisen. Sie entwickelt sich oft unbemerkt und betrifft etwa die Hälfte der Erwachsenen. Zahnfleischbluten sollte nicht als normal abgetan werden. Bei solchen Anzeichen oder bei Diabetes und Herzerkrankungen verdient Ihr Zahnfleisch besondere Aufmerksamkeit. Ein früher Behandlungsbeginn verbessert die Aussichten.

Behandlungsoptionen

Moderne Parodontalbehandlung

  1. 01

    Scaling und Wurzelglättung (SRP)

    Tiefe subgingivale Reinigung zur Entfernung von Zahnstein und Bakterien aus den Zahnfleischtaschen.

    • Entfernung von Belägen und Zahnstein
    • Glättung der Wurzeloberflächen
    • Reduziert Entzündungen und Taschentiefe
  2. 02

    GBT-Parodontaltherapie

    Minimalinvasives Protokoll mit AIRFLOW®- und PERIOFLOW®-Technologie zur Parodontalerhaltung.

    • Schonende Biofilmentfernung in 4-9 mm tiefen Taschen
    • Schmerzfrei mit warmem Wasser
    • Verringert den Bedarf an chirurgischen Eingriffen
  3. 03

    Parodontalchirurgie

    Chirurgische Eingriffe für fortgeschrittene Fälle, die nicht auf nicht-chirurgische Therapien ansprechen.

    • Verkleinerung tiefer Zahnfleischtaschen
    • Gesteuerte Knochenregeneration
    • Zahnfleischtransplantate
Mundgesundheit und allgemeine Gesundheit

Warum eine Parodontalerkrankung behandeln?

  1. 01

    Zahnverlust vorbeugen

    Parodontale Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Eine rechtzeitige Behandlung hilft, Ihre natürlichen Zähne zu erhalten.

  2. 02

    Die allgemeine Gesundheit schützen

    Eine Parodontalbehandlung kann das Risiko für Herzerkrankungen senken, die Diabeteskontrolle unterstützen und die allgemeine Gesundheit verbessern.

  3. 03

    Das Fortschreiten der Erkrankung stoppen

    Frühzeitiges Handeln verhindert bleibende Schäden. Unbehandelte Parodontitis führt zu dauerhaftem Knochenabbau und Zahnfleischrückgang.

Disease Stages

Understanding Periodontal Disease

Periodontal disease progresses in stages. Early detection is key to successful treatment and preserving your teeth.

  1. Stadium 1

    Gingivitis

    Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch ist gerötet, geschwollen und blutet beim Putzen. Mit der richtigen Behandlung kann die Entzündung vollständig abheilen.

    Reversible

  2. Stadium 2

    Leichte Parodontitis

    Zahnfleischtaschen von 4–5 mm Tiefe und beginnender Knochenabbau. Eine nichtchirurgische Behandlung ist meist wirksam.

  3. Stadium 3

    Mittelschwere Parodontitis

    Zahnfleischtaschen von 6–7 mm Tiefe und deutlicher Knochenabbau. Zur Regeneration kann eine chirurgische Behandlung erforderlich sein.

  4. Stadium 4

    Fortgeschrittene Parodontitis

    Zahnfleischtaschen über 7 mm Tiefe, starker Knochenabbau und gelockerte Zähne. Ohne sofortige Behandlung droht Zahnverlust.

Gingivitis is the only fully reversible stage. Don't ignore bleeding gums — it's a warning sign that shouldn't be dismissed. Schedule a periodontal evaluation today.

Attention

Warning Signs You Shouldn't Ignore

Periodontal disease is often called the "silent disease." Recognize these symptoms early.

If you recognize any of these symptoms, don't wait. Early detection is key to preventing irreversible damage.

  • Zahnfleischbluten

    Blutungen beim Zähneputzen, bei der Verwendung von Zahnseide oder auch ohne erkennbaren Anlass

  • Gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch

    Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa und fest. Rötung und Schwellung sind Warnzeichen.

  • Anhaltender Mundgeruch

    Mundgeruch, der trotz Zähneputzen oder Mundspülung bestehen bleibt

  • Zahnfleischrückgang

    Länger wirkende Zähne und freiliegende Zahnhälse sind Anzeichen für Zahnfleischrückgang.

  • Lockere Zähne

    Gelockerte oder sich verschiebende Zähne weisen auf fortgeschrittenen Knochenabbau hin

  • Empfindlichkeit bei Wärme und Kälte

    Durch Zahnfleischrückgang freiliegende Zahnwurzeln reagieren empfindlich

Warum ist die Behandlung wichtig?

Eine unbehandelte Parodontalerkrankung betrifft weit mehr als nur Ihren Mund. Es handelt sich um eine chronische bakterielle Infektion mit schwerwiegenden Folgen für die orale und systemische Gesundheit.

  • Frühstadium (Gingivitis)

    Die Gingivitis beginnt mit entzündetem, blutendem Zahnfleisch und anhaltendem Mundgeruch, die das Essen unangenehm machen. Die gute Nachricht ist, dass dieses Stadium mit angemessener professioneller Behandlung und verbesserter Mundhygiene vollständig reversibel ist.

  • Mittleres Stadium (Parodontitis)

    Mit dem Fortschreiten der Erkrankung bilden sich tiefe Zahnfleischtaschen und der Knochenabbau beginnt. Der Zahnfleischrückgang wird irreversibel, und die Zähne können sich leicht locker oder instabil anfühlen.

  • Fortgeschrittenes Stadium

    Ohne Intervention führt die fortgeschrittene Parodontitis zum Verlust mehrerer Zähne und zu schwerer Knochenzerstörung. Patienten benötigen oft Implantate oder Prothesen und stehen vor erheblichen ästhetischen und funktionellen Herausforderungen.

  • Kardiovaskuläres Risiko

    Studien zeigen, dass die Parodontalerkrankung das Risiko für Herzerkrankungen um das Zwei- bis Dreifache erhöht und die Schlaganfallwahrscheinlichkeit steigert. Orale Bakterien können in den Blutkreislauf gelangen und chronische systemische Entzündungen im gesamten Körper auslösen.

  • Diabetes-Zusammenhang

    Diabetes und Parodontalerkrankungen haben eine bidirektionale Beziehung, bei der sich beide gegenseitig verschlimmern. Diabetiker haben ein dreimal höheres Risiko, eine Parodontitis zu entwickeln, während die Behandlung der Zahnfleischerkrankung oft die Blutzuckerkontrolle verbessert.

  • Schwangerschaftskomplikationen

    Schwangere Frauen mit Parodontalerkrankung haben ein bis zu siebenfach höheres Risiko für Frühgeburten und Babys mit niedrigem Geburtsgewicht. Eine Schwangerschaftsgingivitis ist häufig, aber die beruhigende Nachricht ist, dass eine Parodontalbehandlung während der Schwangerschaft sicher ist.

Treatment Options

Modern Periodontal Treatments

Der erste Behandlungsschritt

Nichtchirurgische Behandlungen

  • Zahnsteinentfernung und Wurzelglättung

    Gründliche Reinigung unterhalb des Zahnfleischrands, um Beläge und Zahnstein von den Wurzeloberflächen zu entfernen

  • Antibiotikatherapie

    Lokal oder systemisch eingesetzte Antibiotika zur Bekämpfung der bakteriellen Infektion

  • Antimikrobielle Spülung

    Spülung der Zahnfleischtaschen mit antibakteriellen Lösungen

  • GBT-Behandlung (AIRFLOW®/PERIOFLOW®)

    Schonende Entfernung des Biofilms aus Zahnfleischtaschen mit moderner Technologie

Bei fortgeschrittener Erkrankung

Chirurgische Behandlungen

  • Lappenoperation

    Das Zahnfleisch wird angehoben, um tiefe Taschen zu reinigen und den Knochen zu modellieren

  • Knochenaufbau

    Wiederaufbau von verlorenem Knochen mit Transplantat- oder Knochenersatzmaterial

  • Zahnfleischtransplantation

    Abdeckung freiliegender Zahnwurzeln zur Behandlung von Zahnfleischrückgang

  • Gesteuerte Geweberegeneration

    Spezielle Membranen fördern die Neubildung von Knochen und Gewebe

Fortschrittliche Technologie

Moderne Technologie für die Parodontalbehandlung

Wir investieren in die fortschrittlichsten Technologien für eine präzise Diagnose und eine wirksame Behandlung der Parodontalerkrankung.

  • Präzise Diagnose

    Computergestütztes System zur Messung der Zahnfleischtaschen mit vollständiger digitaler Aufzeichnung.

  • Fortschrittliche Ultraschallreinigung

    Hochfrequenz-Ultraschalltechnologie für effiziente und komfortable Tiefenreinigung.

  • Guided Biofilm Therapy

    Schweizer EMS-Technologie für die schonende und vollständige subgingivale Biofilmentfernung.

  • Knochen- und Geweberegeneration

    Materialien der neuesten Generation zur Regeneration von verlorenem Knochen und Gewebe.

Systemic Health

The Mouth-Body Connection

Periodontal disease doesn't just affect the mouth. It's scientifically linked to several serious systemic conditions.

  • Herzerkrankungen

    2-3xhöheres Risiko

    Bakterien aus dem Mund können in die Blutbahn gelangen und zu Arteriosklerose und Endokarditis beitragen

  • Diabetes

    WechselseitigerZusammenhang

    Diabetes erhöht das Parodontitisrisiko; Parodontitis erschwert die Blutzuckereinstellung

  • Schwangerschaftskomplikationen

    7xhöheres Risiko

    Steht mit Frühgeburten und niedrigem Geburtsgewicht in Zusammenhang

  • Alzheimer-Erkrankung

    70%höhere Wahrscheinlichkeit

    Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen chronischer Parodontitis und nachlassenden kognitiven Fähigkeiten

  • Atemwegserkrankungen

    Erhöhtes Risikofür Lungenentzündungen

    Parodontitisbakterien können in die Atemwege gelangen und Lungeninfektionen verursachen

  • Rheumatoide Arthritis

    4xhäufiger

    Ähnliche Entzündungsmechanismen verbinden die beiden Erkrankungen

Caring for periodontal health is caring for your whole body. Prevention starts in the mouth.

Erster Termin

Was Sie bei Ihrer Parodontalberatung erwartet

Die erste Parodontalberatung ist eine vollständige Beurteilung der Gesundheit Ihres Zahnfleisches und der zahntragenden Strukturen.

  1. 01

    Vollständige Anamnese

    Detaillierte medizinische und zahnmedizinische Vorgeschichte, Risikofaktoren (Tabak, Diabetes, Genetik), aktuelle Medikamente.

  2. 02

    Klinische Parodontaluntersuchung

    Visuelle Inspektion des Zahnfleisches, Sondierung aller Zahnfleischtaschen, Beurteilung von Zahnbeweglichkeit und Zahnfleischrückgang.

  3. 03

    Parodontale Röntgenaufnahmen

    Komplette Röntgenserie (periapikal oder panoramisch) zur Beurteilung von Knochenverlust und Zerstörungsmuster.

  4. 04

    Diagnose und Klassifizierung

    Klassifizierung der Parodontalerkrankung (Gingivitis, Parodontitis Stadium I-IV), Identifizierung modifizierbarer Risikofaktoren.

  5. 05

    Individueller Behandlungsplan

    Vorstellung des Behandlungsplans, der therapeutischen Optionen, der Anzahl der erforderlichen Sitzungen, der Prognose und der Kosten.

  6. 06

    Terminvereinbarung und Beginn

    Vereinbarung der Behandlungssitzungen und sofortiger Beginn der optimierten Mundhygieneanweisungen.

Für wen ist es geeignet

Ist die Parodontalbehandlung das Richtige für Sie?

Behandlungsindikationen

  • Zahnfleisch, das beim Putzen oder bei der Verwendung von Zahnseide blutet
  • Vorhandensein von Zahnfleischtaschen tiefer als 4 mm
  • Zahnfleischrückgang mit freiliegenden Wurzeln
  • Zahnbeweglichkeit oder Zahnwanderung
  • Anhaltender Mundgeruch zahnfleischbedingten Ursprungs
  • Diagnose von Gingivitis oder Parodontitis
  • Familiengeschichte von Parodontalerkrankungen
  • Raucher oder Ex-Raucher (höheres Risiko)
  • Diabetiker (3-fach höheres Risiko für Parodontitis)
  • Schwangere mit Schwangerschaftsgingivitis

Risikogruppen mit höherem Risiko

  • Patienten mit Zahnimplantaten (Periimplantitis)
  • Patienten mit Herzerkrankungen oder kardiovaskulärem Risiko
  • Typ-1- oder Typ-2-Diabetiker (bidirektionale Beziehung)
  • Schwangere oder Frauen mit Kinderwunsch
  • Raucher (wichtigster modifizierbarer Risikofaktor)
  • Personen über 50 (Prävalenz nimmt mit dem Alter zu)
  • Patienten mit umfangreichen Prothesen oder Restaurationen

Ein Wort unseres Klinikleiters

Die Parodontologie behandelt Zahnfleischerkrankungen, die mehr als 50 % der Erwachsenen betreffen. In unserer Klinik bieten wir eine moderne Parodontalbehandlung mit Scaling und Wurzelglättung, GBT-Therapie mit AIRFLOW und PERIOFLOW, gezielten antimikrobiellen Protokollen und regenerativer PRF-Therapie zur Beschleunigung der Knochen- und Gewebeheilung nach Parodontalchirurgie. Wir behandeln Gingivitis, Parodontitis und Periimplantitis mit minimalinvasiven Techniken. Die parodontale Gesundheit ist mit der systemischen Gesundheit verbunden – Parodontalerkrankungen erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und Schwangerschaftskomplikationen. Ihr Zahnfleisch zu schützen, bedeutet, Ihre allgemeine Gesundheit zu schützen.
Dr. Carlos Sousa

Dr. Carlos Sousa

Klinikleiter

Heute buchen

Schützen Sie Ihre Zahnfleischgesundheit

Warten Sie nicht, bis Sie Schmerzen haben oder Zähne verlieren. Eine vollständige parodontale Untersuchung kann Probleme frühzeitig erkennen und irreversible Folgen verhindern.

Preise

Preise, Versicherungen und Finanzierung

Den detaillierten Kostenvoranschlag für Ihren Fall erhalten Sie nach der Diagnose schriftlich. Unsere Preisliste, die Versicherungen, mit denen wir zusammenarbeiten, und die Ratenzahlung mit Cofidis Pay finden Sie auf einer Seite.

Preise, Versicherungen und Finanzierung ansehen
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu dieser Behandlung.

Was ist eine Parodontalerkrankung (Zahnfleischerkrankung)?

Die Parodontalerkrankung ist eine Infektion der Gewebe, die die Zähne stützen – Zahnfleisch, Wurzelhaut und Alveolarknochen. Sie beginnt mit bakteriellen Plaqueablagerungen, die, wenn sie nicht entfernt werden, zu Zahnstein verhärten. Bakterien verursachen Entzündungen (Gingivitis), die zu Parodontitis fortschreiten können, den Knochen zerstören und schließlich zu Zahnverlust führen können. Etwa 50 % der Erwachsenen über 30 sind betroffen.

Welche Symptome hat eine Zahnfleischerkrankung?

Zu den Symptomen gehören: rotes, geschwollenes oder empfindliches Zahnfleisch; Blutungen beim Putzen oder bei der Anwendung von Zahnseide; anhaltender Mundgeruch (Halitose); Zahnfleisch, das sich von den Zähnen zurückzieht (Rezession); Zähne, die länger erscheinen; Zahnempfindlichkeit; lockere oder verschobene Zähne; veränderter Biss; Eiter zwischen Zähnen und Zahnfleisch. Wichtig: Parodontalerkrankungen können in den frühen Stadien still verlaufen, daher sind regelmäßige Kontrollen unerlässlich.

Was ist der Unterschied zwischen Gingivitis und Parodontitis?

Die Gingivitis ist das anfängliche und reversible Stadium der Erkrankung – sie betrifft nur das Zahnfleisch und verursacht Entzündungen, Rötungen und Blutungen. Es liegt kein Knochenverlust vor. Mit angemessener Behandlung (professionelle Reinigung und gute Hygiene) erholt sich das Zahnfleisch vollständig. Die Parodontitis ist das fortgeschrittene Stadium – die Infektion breitet sich unter den Zahnfleischrand aus und zerstört Knochen und Stützgewebe. Es bilden sich Zahnfleischtaschen (Räume zwischen Zahn und Zahnfleisch), die weitere Bakterien ansammeln. Knochenschäden sind irreversibel, aber die Behandlung kann die Erkrankung stabilisieren.

Was ist Tiefenreinigung mit Wurzelglättung?

Die Tiefenreinigung mit Wurzelglättung (Scaling and Root Planing, SRP) ist die nicht-chirurgische Standardbehandlung der Parodontalerkrankung. Sie wird unter Lokalanästhesie durchgeführt und besteht aus: Scaling – Entfernung von Plaque und Zahnstein ober- und unterhalb des Zahnfleischrandes; Wurzelglättung – Glättung der Wurzeloberflächen, um bakterielle Toxine zu entfernen und dem Zahnfleisch die Wiederanlagerung an den Zahn zu ermöglichen. In der Regel in 2-4 Sitzungen, quadrantenweise durchgeführt. Bei frühen Fällen kann sie die einzige erforderliche Behandlung sein.

Kann eine Parodontalerkrankung geheilt werden?

Die Gingivitis (Frühstadium) kann mit angemessener Behandlung vollständig geheilt werden. Die Parodontitis (fortgeschrittenes Stadium) kann nicht geheilt, aber kontrolliert und stabilisiert werden. Verlorener Knochen regeneriert sich nicht natürlich, aber die Behandlung kann: das Fortschreiten der Erkrankung stoppen; die Taschentiefe reduzieren; in einigen Fällen können regenerative Techniken einen Teil des verlorenen Knochens wiederherstellen. Der langfristige Erfolg hängt von einer strengen Erhaltungstherapie ab – regelmäßige Besuche und tadellose Mundhygiene.

Wie hilft die PRF-Therapie bei der Parodontalbehandlung?

PRF (Platelet-Rich Fibrin) ist eine regenerative Therapie, die Wachstumsfaktoren aus Ihrem eigenen Blut nutzt, um die Heilung nach Parodontalchirurgie zu beschleunigen. Sie ist besonders wertvoll bei der gesteuerten Knochenregeneration, bei Zahnfleischtransplantationen und bei der chirurgischen Taschenreduktion. Die PRF-Membran wirkt als natürliches biologisches Gerüst, das die Knochen- und Weichgewebsregeneration fördert, postoperative Schmerzen und Schwellungen reduziert und die Behandlungsergebnisse verbessern kann. Da PRF zu 100 % autolog ist (aus Ihrem eigenen Körper), besteht kein Risiko für allergische Reaktionen oder Abstoßung.

Was sind die Risikofaktoren für Parodontalerkrankungen?

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören: Rauchen (der größte modifizierbare Risikofaktor); schlecht eingestellter Diabetes; Genetik/Familiengeschichte; chronischer Stress; Medikamente, die den Speichelfluss reduzieren; hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Menopause); schlechte Mundhygiene; nährstoffarme Ernährung; Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen; Zähneknirschen (Bruxismus); enggestellte oder schief stehende Zähne, die die Reinigung erschweren.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Parodontalerkrankung und anderen Krankheiten?

Ja, Studien zeigen wichtige Zusammenhänge. Menschen mit Parodontalerkrankung haben ein 2- bis 3-mal höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Chronische Zahnfleischentzündungen können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Es besteht eine bidirektionale Beziehung zu Diabetes – jede Erkrankung verschlimmert die andere. Weitere Zusammenhänge sind: rheumatoide Arthritis, Alzheimer-Krankheit, Schwangerschaftskomplikationen (Frühgeburt, niedriges Geburtsgewicht) und Atemwegserkrankungen. Die Behandlung der Parodontalerkrankung kann die Kontrolle anderer Erkrankungen verbessern.

Was ist Zahnfleischrückgang und wie wird er behandelt?

Zahnfleischrückgang tritt auf, wenn sich das Zahnfleisch von den Zähnen zurückzieht und die Wurzel freilegt. Ursachen sind: aggressives Zähneputzen, Parodontalerkrankungen, Bruxismus, Genetik oder Kieferorthopädie. Die Behandlung hängt von Ursache und Schweregrad ab: Leichte Fälle können durch Änderung der Putztechnik und Beobachtung gemanagt werden; mittlere bis schwere Fälle benötigen möglicherweise eine Zahnfleischtransplantation (Gewebetransplantat vom Gaumen) oder die Pinhole-Technik (minimalinvasiver Eingriff ohne Schnitte). Zahnfleisch wächst nach einem Verlust nicht von selbst nach.

Ist die Parodontalbehandlung schmerzhaft?

Mit modernen Techniken und angemessener Anästhesie wird die Parodontalbehandlung in der Regel gut vertragen. Die Tiefenreinigung erfolgt unter Lokalanästhesie, sodass Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren. Nach der Behandlung kann für einige Tage bis zu einer Woche Empfindlichkeit an Zähnen und Zahnfleisch auftreten. Diese Empfindlichkeit ist normal und nimmt schrittweise ab. Wir empfehlen bei Bedarf Schmerzmittel und Spülungen mit warmem Salzwasser. Minimalinvasive Techniken wie die Pinhole-Technik und die GBT-Therapie verursachen noch weniger Beschwerden.

Wie oft sollte ich eine Parodontalerhaltungstherapie haben?

Die Häufigkeit hängt vom Schweregrad der Erkrankung und der Reaktion auf die Behandlung ab. Im Allgemeinen benötigen Patienten mit einer Vorgeschichte von Parodontalerkrankungen alle 3-4 Monate Erhaltungstermine anstelle der standardmäßigen halbjährlichen Reinigungen. Diese Termine umfassen: Messung der Zahnfleischtaschen; Entfernung von Plaque und Zahnstein ober- und unterhalb des Zahnfleischs; Beurteilung der Mundhygiene; Anpassungen des Behandlungsplans. Eine regelmäßige Erhaltungstherapie ist unerlässlich, um ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zu verhindern.

Kann das Zahnfleisch trotz gutem Zähneputzen bluten?

Gesundes Zahnfleisch sollte nicht bluten. Wenn es beim Putzen blutet, auch bei guter Technik, kann das auf Folgendes hinweisen: beginnende Gingivitis oder Parodontitis; zu aggressive Putztechnik; harte Borsten der Bürste; falsche Anwendung von Zahnseide; hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Menstruation); bestimmte Medikamente (Antikoagulanzien); Nährstoffmängel. Anhaltende Blutungen sollten immer von einem Fachmann beurteilt werden. Hören Sie wegen der Blutung nicht mit dem Putzen oder der Zahnseide auf – das verschlimmert die Situation.

Was kann ich zu Hause tun, um Parodontalerkrankungen vorzubeugen?

Die häusliche Prävention ist entscheidend: 2-mal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta 2 Minuten lang mit sanften kreisförmigen Bewegungen putzen; täglich Zahnseide verwenden, um die Zwischenräume zu reinigen; die Verwendung von Interdentalbürsten in Erwägung ziehen; bei Bedarf eine antibakterielle Mundspülung verwenden; nicht rauchen – es ist der größte modifizierbare Risikofaktor; eine ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C und D pflegen; Stress bewältigen; bei Zähneknirschen eine Aufbissschiene tragen; regelmäßige Kontrollen wahrnehmen (mindestens zweimal pro Jahr).

Termin vereinbaren